Projekt Begegnung der Kulturen

In der Projektreihe Begegnung der Kulturen läuft im 5. Jahrgang das Projekt ‚Begegnung der Religionen‘.

Die Schülerinnen und Schüler lernen im Religions- und Ethikunterricht die unterschiedlichen Religionen (Christentum und Islam) kennen. Hierzu werden verschiedene Gotteshäuser in Bonn Castell besucht, die man einmal abseits vom Gottesdienst erkunden kann. Die Vertreter der Kirchen und der Mosche an der Esche stellen uns ihre Kirche und ihre Religion vor. In Experten-Teams werden die evangelische Konfession, die katholische Konfession und der Islam erkundet und es entsteht ein kleiner Führer für die Kirchen in unserem Stadtteil. Gerne möchten unsere Experten-Teams nach Abschluss des Projektes auch Schülerinnen und Schüler anderer Schulen durch die Gotteshäuser führen und von den verschiedenen Religionen erzählen. Aber auch Gottesdienste werden besucht, wobei diejenigen Kinder, die nicht der jeweiligen Religion angehören, im Hintergrund bleiben und natürlich nicht an den religiösen Handlungen teilnehmen. Im Anschluss an den Gottesdienst durften alle Kinder Fragen stellen. Viele Fragen bezogen sich auf die Einrichtung der Kirchen, die unterschiedlichen Gewänder der Vertreter der Kirchen oder auch auf die Kirchenfenster. Diese waren von den Kirchenvertretern leicht zu beantworten. Viel schwieriger waren die Fragen der Kinder danach, ob es denn nun einen Urknall oder eine Schöpfung gegeben habe, warum muslimische Mädchen manchmal Kopftücher tragen oder auch warum katholische Mädchen manchmal so tiefe Ausschnitte haben. Fast eine Stunde lang wurden Fragen gestellt, vor allem auch danach, warum nicht alle Menschen an Gott glauben. Die Experten-Teams werden im Religionsunterricht noch vollauf beschäftigt sein. Schon jetzt freuen wir uns auf den gemeinsamen Besuch in der Moschee, in der wir noch nicht alle gemeinsam waren.

Noemi aus der 5b erklärt unser Projekt so:

„Wir, die 4. Gesamtschule Bonn, haben ein Projekt. Wir wollen uns die verschiedenen Religionen angucken. Das soll helfen, die anderen Religionen besser zu verstehen. Und dass wir wissen, was unsere Mitschüler glauben und was für sie Gott bedeutet.

Erstmal ist jede Religion in ihr Gotteshaus gegangen. Die Ethik-Kinder sind in die Moschee gegangen, die Christen sind in die Lukaskirche (evangelisch) und in St. Maria (katholisch) gegangen. In beiden Kirchen wurden uns Rätsel aufgegeben, die wir lösen mussten. Eine Woche später ist die ganze Schule in die Lukas Kirche gegangen und hat an einem Gottesdienst teilgenommen, den der Pastor aus der evangelischen Kirche und der Pfarrer aus der katholischen Kirche geleitet haben. Es ist lustig, wie unterschiedlich die Religionen sind, aber doch so gleich.“

 

Sebastian und Shayan beschreiben ihre Eindrücke aus dem Gottesdienst am Freitag Morgen so:

„Am 23.4. fanden sich alle Religionsgruppen in der Lukaskirche ein. Dort war ein ökumenischer Gottesdienst. Wir hatten im Religionsunterricht schon Fürbitten vorbereitet. Sechs Schülerinnen und Schüler lasen diese im Gottesdienst vor. Wir baten für die 4. Gesamtschule, für alle neuen Schüler, für die Kinder in Haiti und für artgerechte Tierhaltung.“

„Am Freitag ging die komplette 4. Gesamtschule zur Lukaskirche in einen Gottesdienst – sogar die Muslime kamen mit. Herr Schäfer, der Pfarrer der Lukaskirche, eröffnete den Gottesdienst. Es war ein besonderer Gottesdienst, für katholische und evangelische Kinder. Es durften 6 Kinder Fürbitten vorlesen, 3 evangelische und drei katholische.“