Berichte der 6b über die Dogon-Ausstellung

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6b besuchten am 25. November 2011 die Dogon-Ausstellung. Drei Kinder der Klasse berichten:

Die Dogon – Weltkulturerbe Afrikas  – Ein Bericht von Marlene Posch 

Am Freitag, den 25.11. ging die Klasse 6b mit ihren Klassenlehrerinnen und einer Mutter in die Dogon-Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und schon ging es los: Im ersten Raum sah man einen Baum aus Lehm, den es in Mali sehr oft gibt. Darunter unterhalten sich die Leute oft, weil es unter dem Baum genug Schatten gibt.

Dahinter sah man eine „Sirige Maske“, die ungefähr 5 Meter hoch war (auch „Etagenmaske“ genannt). Diese wird beim „Sigi-Fest“ getragen. Dieses Fest dauert ca. 7 Jahre und wird alle 60 Jahre gefeiert. An diesem Fest wird wie beim Damafest der Totentanz getanzt. Aber Frauen dürfen nicht mittanzen, weil die Männer Angst haben, dass die Frauen danach unfruchtbar sein könnten. Es gibt nur eine Frau, die die Masken berühren und sogar reparieren darf, das ist die „Schwester der Masken“. Oft ist es eine Frau, die am Sigi-Fest geboren ist. Aber auch sie weiß, wie alle anderen Frauen und Kinder auch nicht, wo die Masken versteckt sind. Auch Kinder dürfen nicht mittanzen, weil sie vor der Beschneidung noch als geschlechtslos gelten. Kinder werden aber erst zwischen 13 – 18 Jahren beschnitten. Weil daraus ein sehr großes Fest gemacht wird und die ganze Familie kommen muss und das sehr teuer ist, wird die Beschneidung mehrerer Geschwisterkinder zusammengelegt und findet so bei manchen erst später statt. Aber die Menschen im Dogon-Land haben alle sehr viele Kinder, denn der Lebenszweck der Dogon ist: Unser Schöpfergott, Amma, hat uns Leben gegeben, also müssen wir es weitergeben. Es gibt aber noch einen Grund: Die Kinder und die Erwachsenen verehren ihre Vorfahren. Und wenn dann die Erwachsenen sterben, haben sie ihre Kinder und ihre Enkel, die sie vereehren.

Auch gibt es bei den Dogon Schamanen. Schamanen heilen und sprechen mit den Göttern (in diesem Fall Amma). Um mit Amma zu sprechen, benutzen sie Figuren die sie mit Brei und Ziegenmilch übergießen. Wenn diese Figuren schon alt sind und nicht mehr mit Amma sprechen können, werden sie zweigeteilt. Es wird schon in der Kindheit entschieden, ob man ein Schamane ist oder nicht und das geht so: Wenn ein Kind besonders hibbelig und momentan in einer Kriseist, so gibt man dem Kind einen Schamanenstein. Diesen muss es festhalten, bis es ihm wieder besser geht. Dann nimmt man dem Kind den Stein weg und versteckt ihn. Wenn das Kind ihn dreimal hintereinander ohne Hilfe findet, ist es ein künftiger Schamane.

Bericht von Annika Bellingroth (6b) über die Dogon -Ausstellung

Am Freitag, den 25.November 2011 gingen wir mit der Klasse 6b und unseren Klassenlehrerinnen Frau Scholtheis und Frau Beck-Rittner, sowie Frau Schruff, Herrn Padilla und Herrn Moreau in die Kunst- und Ausstellungshalle der Stadt Bonn in die Dogon- Ausstellung.

Das Volk der Dogon lebt in Mali, einem Land in Westafrika.

Bei den Dogon gibt es einen Maskenbund, der AWA heißt und bei dem nur Männer mitmachen dürfen. Mit den Masken tanzen die Männer einen Totentanz und die Dogon glauben, dass, wenn Frauen zuschauen, sie unfruchtbar werden. Es darf nur eine weibliche Person die Masken sehen, weil sie diese reparieren darf, aber sie weiß nicht, wo die Masken versteckt sind. Bei den Totentänzen wird dem Tänzer mit einem starken Kiefer, einer guten Rückenmuskulatur und einem starken Nacken die Sigi- Maske aufgesetzt. Diese Maske ist fünf Meter hoch und sehr schwer. Gehalten wird sie durch ein Mundstück.

Die Sigi- Maske sowie die Kanaga-Maske waren in der Ausstellung zu sehen.

In der Ausstellung sieht man auch die Holzfigur einer Frau, die Hirse stampft. Manchmal haben die Frauen auch Zwiebeln klein gestampft. Diese wurden dann zu kleinen Kügelchen geformt und in eine Suppe geworfen, um diese zu würzen.

Der Gott der Dogon heißt Amma und man kann nur durch die Ahnen, die Geistwesen mit ihm in Kontakt treten.

Bei einigen Statuen in der Ausstellung kann man etwas Ähnliches wie ein „Schachbrett“ an den Schläfen sehen. Das sind Schnitte und Narben, die die Schläfen aussehen lassen wie ein „Schachbrett“. Erst mit diesen Schnitten wird ein Junge zu einem Mann.

Es gab auch eine Holzfigur von einer Mutter mit ihrem Baby. Sie stillte nicht ihr Kind, sondern hielt ihre Finger, die mit Hirse bedeckt waren, in des Babys Mund, damit es essen konnte.

Eine männliche Holzfigur auf einem Pferd bedeutete, dass dieser Mann ein Krieger war.

Die Ausstellung war sehr informativ und interessant.

Bericht von Cristian Ramirez Haubold über die Ausstellung: Dogon: Weltkulturerbe aus Afrika

Am 25.11.2011 besuchten wir, die 6b, mit unseren Klassenlehrerinnen Frau Scholtheis und Frau Beck-Rittner die Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn. Dort sahen wir uns die Ausstellung Dogon, Weltkulturerbe aus Afrika an. Unsere Klasse wurde in zwei Gruppen aufgeteilt, jede Gruppe bekam einen Ausstellungsführer, der uns viel über das Leben der Dogon erzählte.

Die Dogon leben auf einem Bergplateau in Mali. In der Ausstellung gibt es Statuen, Masken und andere Gegenstände, die original aus Mali kommen. Die Statuen wurden von dem Dorfschmied gefertigt. Der Dorfschmied stellt alle möglichen Metallgegenstände wie zum Beispiel Waffen, Kessel aus Metall, Schmuck und noch viel mehr her. Die Dogon versteckten ihre Statuen in kleinen Höhlen. Später entdeckten Ausländer (wie zu Beispiel Franzosen, Engländer etc.) um 1900 die versteckten Statuen und andere wertvolle Dinge und raubten sie. Die Masken werden meistens aus Holz gefertigt. Sie werden für Feste im Dorf, für Feste Landesweit und für Rituale benutzt. Die Dogon ernähren sich hauptsächlich von Getreide und Hirse, das sie anbauen. Das Volk der Dogon hat seinen eigenen Glauben. Die meisten Dogon sindarm und leben in Lehmhütten mit einem Strohdach. Das Strohdach dient als Lager für Hirse und Getreide. Jedes Dorf hat eine Toguna. Die Toguna ist eine Art Rathaus, wie wir es kennen. In der Toguna versammelt sich der Rat der Ältesten. Sie beraten, ob neue Regeln in Kraft gesetzt werden, ebenfalls verteilen sie Landparzellen an Familien. Die Familien nutzen die Landparzellen für den Hirse- bzw. Getreideanbau. Bei den Dogon haben die meisten Familien um die fünf Kinder. Die Kinder bedeuten bei den Dogon Reichtum, Glück und zusätzliche Arbeitskraft. Die Dogon leben polygam. Das bedeutet, dass ein Mann mit mehreren Ehefrauen verheiratet sein kann. Die Ehefrauen leben aber nicht mit ihrem Ehemann zusammen, sondern jede Ehefrau lebt selbständig in ihrem Haus und bemüht sich um ein eigenes Einkommen, über das nur sie selbst bestimmt.