Schulleben

„Meine Brücke“ – ein Kunstangebot des Fördervereins der Marie-Kahle-Gesamtschule Bonn e.V.

Gepostet von am Jul 10, 2019 in Schulleben | Keine Kommentare

„Meine Brücke“ – ein Kunstangebot des Fördervereins der Marie-Kahle-Gesamtschule Bonn e.V.

Ein Jahr lang haben die SchülerInnen der Klassen 5-10 unter Anleitung der Bildenden Künstlerin Sidika Kordes kreativ experimentiert. Wir haben Brücken gemalt, gezeichnet. gedruckt, uns als Brücke fotografiert und gefilmt.

Unser Kooperationspartner Jugendhaus Nordstraße lud uns ein, dort einen ganzen Raum farblich mit Lasur- und Drucktechnik zu verändern. Eine der beiden Leiterinnen war so begeistert von dem Ergebnis, dass sie diese Art der Wandgestaltung auch für ihr eigenes Zuhause haben möchte.      

Wir haben die nicht mehr vorhandene Brücke in Remagen und ihre Geschichte kennengelernt und die Containerbrücke der Firma Am Zehnhoff-Söns künstlerisch bearbeitet. Zum krönenden Abschluss durften wir unsere Kunstwerke in den Geschäftsräumen  der Firma ausstellen.

Begleitet wurde das Projekt von Ulrike Rößle,  die nicht nur mit ihren Keksen für gute Stimmung sorgte, sondern auch in ihrer Eigenschaft als Physiotherapeutin und Künstlerin dem Ganzen eine besondere Note verliehen hat.

Gefördert  wird „meine Brücke“ im Rahmen von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung.“  vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und begleitet vom Bundesverband Bildender KünstlerInnen e.V. und wird im kommenden Schuljahr weiter angeboten.

„Marie Kahle for future“

Gepostet von am Jul 2, 2019 in Schulleben | Keine Kommentare

„Marie Kahle for future“

Am Donnerstag, den 11.07. 2019 möchten wir von 15-18 Uhr mit einem Sommerfest das Schuljahr beschließen. Mit „Marie Kahle for future“, haben wir ein Thema gewählt, welches Diskussionen in der Schülergemeinschaft in den letzten Monaten aufgreift.

Wir blicken nicht nur in die Zukunft, sondern wir freuen uns mit diesem Fest auch über die Eröffnung des neuen Schulhofbereiches mit vielen Spielgelegenheiten für unsere Schülerinnen und Schüler.

Es wird, wie immer, viele Aktionen von Klassen und Kursen geben und wir werden einen schönen Nachmittag miteinander verbringen.

Für das Buffet und den Getränkeausschank suchen wir noch Helfer und Spenden zum Fingerfood-Buffet. Der Erlös fließt wie jedes Jahr an unseren Förderverein.

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag und das Beisammensein mit anregenden Gesprächen.

Schüler*innen setzen Zeichen gegen Homo- und Transphobie

Gepostet von am Jul 1, 2019 in Schulleben | Keine Kommentare

Schüler*innen setzen Zeichen gegen Homo- und Transphobie

Am Freitag, den 7.06.2019, wurde es farbenfroh auf dem Schulhof der Marie-Kahle-Gesamtschule. Unter dem Aufruf und der Organisation des Arbeitskreises (AK) „Vielfalt“ sammelten sich gegen Mittag ca. 200 Schüler*innen und Lehrer*innen ausgerüstet mit buntem Papier auf dem Schulhof und formierten sich als kunterbunte 3 Plus. Warum gerade als 3 Plus?

Mit ihrer Darstellung der 3 nehmen die an der Aktion teilnehmenden Schüler*innen Bezug auf Artikel 3 des Grundgesetzes. Hier heißt es: “Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Bereits bei einem im August letzten Jahres erfolgten Treffen mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender wiesen zwei unserer engagierten Schüler*innen der Q2, Sabrina Schruff und Eileen Wester, im konstruktiven Austausch darauf hin, dass Artikel 3, auch explizit homosexuelle und trans* Menschen unter Schutz stellen sollte.

Nachdem eine Reihe von Klassen das Thema in ihren Klassenräten diskutiert hatten, gab es von vielen Schüler*innen regen Zuspruch und ein großes Interesse daran, an der Fotoaktion mitzuwirken – wie man auf den farbenfrohen Produkten fabelhaft erkennen kann.

Zusätzlich zu der 3-Plus-Aktion hat der AK Vielfalt in Kooperation mit unserem AK Kultur einen Kurzfilm erstellt, in dem Vorurteile gegenüber Schwulen und Lesben auf amüsante Weise parodiert werden.

Als Projektschule des Landesprojektes „Schule der Vielfalt“ (siehe auch: www.schule-der-vielfalt.de) entschloss sich unser Arbeitskreis Vielfalt daraufhin zur Durchführung einer Fotoaktion auf dem Schulhof, um ein Zeichen zu setzen für Diversität und Solidarität – und gegen Homo- und Transphobie.

Einblicke in die Arbeitsweise in einem Labor

Gepostet von am Jul 1, 2019 in Schulleben | Keine Kommentare

Einblicke in die Arbeitsweise in einem Labor

Auch in diesem Jahr führte das Deutsche Museum den Laborführerschein durch. Der Laborführerschein ist ein Zertifikat der Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg und ergänzt die Bewerbungsunterlagen der Schüler*innen positiv.

Acht Schüler*innen des Jahrgangs 8 haben an diesem Projekt erfolgreich teilgenommen und einen Einblick in die Arbeitsweise in einem Labor bekommen. Außerdem haben sie verschiedene Betriebe wie LyondellBasell, Kläranlage Duisdorf, Magnetfabrik Bonn, chemisches Institut der Universität Bonn besucht, Arbeitsweisen aus dem MINT-Bereich kennengelernt.

Am 26.06.2019 waren wir mit unseren Schülern*innen im Deutschen Museum zu ihrer Zertifikatsübergabe. Im feierlichen Rahmen des 10 jährigen Jubiläums seit Bestehen des Laborführerschein haben unsere Schüler*innen der Marie Kahle Gesamtschule ihre Zertifikate in Empfang genommen.

Nachdenken und Mitsingen – gegen das Vergessen

Gepostet von am Jun 12, 2019 in Schulleben | Keine Kommentare

Nachdenken und Mitsingen – gegen das Vergessen

Am Donnerstag,  06.06.2019, war Esther Bejarano zu Besuch an der Marie-Kahle-Gesamtschule. Im November 2016 war sie schon einmal hier und auch diesmal war ihre Mischung aus eindringlichen Tagebuchtexten von ihrer Zeit in Auschwitz und ein Konzert mit international ausgerichteter Musik sehr beeindruckend und mitreißend.

Mit großem Engagement unserer Schulpflegschaft und in Zusammenarbeit mit der Bonner Gedenkstätte konnte die Lesung und das Konzert organisiert werden, so besuchte die inzwischen 94-Jährige bereits am Vortag die Gesamtschule Bonn-Beuel.

Gemeinsam mit ihrem Sohn Joram und Kutlu von der deutsch-türkisch-italienischen Rap-Gruppe Microphone Mafia gab sie anschließend an die sehr ernsten Texte ein Konzert und animierte die Schülerinnen und Schüler mitzusingen und mitzuklatschen.

Esther Bejarano beeindruckte nicht nur mit ihren Worten, sondern mit ihrer Persönlichkeit, die unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer Agilität mitriss. So wurden ihr von unseren Schülerinnen und Schülern gefaltete Kraniche überreicht, die für langes und gesundes Leben stehen. Das wünschen wir ihr, sodass noch viele zukünftige Zuhörer an ihrem Appell für ein Leben in Toleranz und friedlichem Miteinander teilhaben können.

Esther Bejarano ist eine der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz. Die am 15. Dezember 1924 in Saarlouis geborene Jüdin wurde 1941 im Zwangsarbeitslager Neuendorf bei Fürstenwalde/Spree interniert. Am 20. April 1943 wurde sie in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und überlebte dort als Musikerin im weiblichen Häftlingsorchester, dem sogenannten „Mädchenorchester von Auschwitz“. Von Auschwitz nach Ravensbrück verbracht, konnte sie auf einem der folgenden Todesmärsche entfliehen. Die Befreiung vom Faschismus durch die Rote Armee erlebte sie am 3. Mai 1945 im Mecklenburgischen.

Seit mehr als dreißig Jahren ist Esther Bejarano eine Kämpferin gegen das Vergessen. Sie mischt sich ein und engagiert sich auch heute noch gegen alte und neue Nazis, für Flüchtlinge und gegen Krieg. Esther Bejarano wurde mit dem „Preis für Solidarität und Menschenwürde“ des Bündnis‘ für Soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde (BüSGM) ausgezeichnet. Mit der Kölner Rap-Band Microphone Mafia hat sie bereits über 250 Konzerte gegeben.