Schulleben

„Heimat“ – sind wir alle hier zuhause?

Gepostet von am Apr 10, 2019 in Schulleben | Keine Kommentare

„Heimat“ – sind wir alle hier zuhause?

Am 01.04.2019 haben wir, die Klasse 9d, mit unseren Lehrerinnen Frau Himbert-Gatzelis und Frau Georg das Casamax-Theater in Köln besucht. Anfangs hatten wir keine Ahnung, was uns in dem Theaterstück mit dem Titel „Heimat A.T“ erwartet. Im Theater saßen wir zunächst alle etwas irritiert auf im Raum vereinzelt verteilten Stühlen, die alle in die Mitte des abgedunkelten Raumes ausgerichtet waren. Plötzlich stürmte die junge Schauspielstudentin Franziska herein: „Scheiße, ich habe ein Problem“, hallte es laut durch den Raum. Franziska kommt als Azmi, der aus seinem Heimatland geflohen ist, in den Raum. Sie verkörpert aber auch andere Personen: Enno, der ein Problem mit geflüchteten Menschen hat, einen Lehrer, der sich fast nur für seine Fossiliensammlung interessiert und Frank, einen Basketballtrainer, der Azmis Mannschaft, seine „Crunchies“ trainiert.


(mit freundlicher Genehmigung
des Casamax-Theaters)

Anfangs waren wir ein wenig verwirrt aufgrund der Rollenwechsel, im Laufe des Theaterstücks wurde aber klarer, warum die Schauspielerin welche Figuren verkörpert.


(mit freundlicher Genehmigung
des Casamax-Theaters)

Das Stück passt sehr gut in die heutige Zeit, weil es sich mit aktuellen Themen aus der Welt, wie der Flüchtlingspolitik, auseinandersetzt. Am Ende des Stücks haben wir versucht, das Problem des Streits zwischen Enno und Azmi zu lösen. Da es sich dabei um doch sehr schwierige Fragen handelt, haben wir versucht, in Interviews auf der Uniwiese mit Studierenden ins Gespräch zu kommen. Vielleicht habt ihr auch Ideen zu dem Thema, wie wir hier alle ein zuhause finden können? Das Theaterstück können wir auf jeden Fall sehr empfehlen.

Felix, Max und Linus aus der 9d


Schokolade aus dem Labor

Gepostet von am Mrz 22, 2019 in Schulleben | Keine Kommentare

Schokolade aus dem Labor

Am 16.Januar 2019 nahmen wir, die Klasse 8 d, in Begleitung von unserer Klassenlehrerin Frau Awan und der Schulbegleiterin Frau Kässler an einem 2-tägigen Workshop von der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg in St. Augustin teil, wo wir interessante Einblicke bekamen, wie man Schokolade herstellt. 

Zu Beginn des Workshops erzählte Herr Krause, der Leiter des Projekts, uns wissenswerte Fakten über den wichtigsten Inhaltsstoff unserer Schokolade, den Kakao. Anschließend konnten wir selbst ausprobieren, wie man Schokolade herstellt. Im ersten Arbeitsschritt des Tages sollten wir die flachen und unschönen Kakaobohnen aussortieren und die Masse danach wiegen.

Der nächste Schritt bestand darin, die aussortierten Bohnen in einem dafür vorgesehenen Röstgerät zu rösten. Durch das Rösten lässt sich die Schale leichter knacken und öffnen; so werden gewisse Aromen freigesetzt. Den folgenden Schritt empfanden wir als den anspruchsvollsten, denn er erforderte von uns handwerkliches Geschick und Durchhaltevermögen. Wir mussten die Bohnen per Hand schälen und das Innere der so wertvollen Frucht herausnehmen. Danach haben wir mit Hilfe eines Mörsers die geschälte Kakaobohne zu einer pulverigen Kakaomasse gemahlen. Der fünfte Schritt verlangte von uns mathematische Kenntnisse, denn man muss die Prozentanteile für Kakaobutter, Kakao, Zucker und Milchpulver berechnen. Schließlich werden die Zutaten abgewogen und für den folgenden Schritt, das Melangieren, in das Melangiergerät zusammengefügt. Dieser Schritt dauert etwa eine Stunde, in der man den Zucker in regelmäßigen Abständen nach und nach dazu schüttet. In einem Melangiergerät werden die Zutaten gleichmäßig gerührt und zu einer feinen Schokoladenmasse verarbeitet. Das eigentliche Melangieren dauert 6 Stunden.

Am zweiten Tag unseres Schokoladenprojekts ging es bei uns darum, die dem Melangiergerät entnommene flüssige Schokomasse in eine reine Tafel zu verwandeln. Dazu füllten wir die Schokomasse aus dem Melangiergerät in einen Topf, um sie dann im nächsten Schritt in einem mit Wasser befüllten Röstgerät zu temperieren. Dies war besonders anspruchsvoll, denn das Wasser musste zuerst 27 Grad warm sein und dann eine Temperatur von ungefähr 35 Grad erreichen. Hierbei mussten wir die Temperatur genau beobachten. Es folgte eine große Kleckerei, denn wir mussten die flüssige Masse in Formen umgießen.

Während unsere Schokolade abkühlte, machten wir mit Herrn Krause einen Rundgang durch die Fachhochschule, bei dem er uns verschiedene wissenschaftliche Labore und Werkstätten zeigte. Zum Abschluss verpackten wir die abgekühlten Schokoladentafeln liebevoll und in Alufolie, verteilten sie gerecht unter uns auf und nahmen sie zur Freude unserer Familien mit nach Hause.

Michel Brunhöber, 8d

Kreativität und Resozialisierung

Gepostet von am Feb 22, 2019 in Schulleben | Keine Kommentare

Kreativität und Resozialisierung

Unser Ausflug in die JVA-Rheinbach

Am 22.01.2019 unternahm der Pädagogik Leistungskurs der Q2 einen Ausflug in die JVA in Rheinbach, weil wir uns zuvor im Unterricht mit der moralischen Entwicklung eines Menschen beschäftigt hatten.

Dort angekommen wurde uns zuerst der Beruf des Justizvollzugsbeamten vorgestellt.

In der Regel liegt die Ausbildungszeit zum Justizvollzugsbeamten bei 2 Jahren. Zukünftige Justizvollzugsbeamte müssen ein kompliziertes Auswahlverfahren durchlaufen sowie einen psychischen Test und eine sportliche Prüfung meistern.

Viele wissen nicht, dass zum Einstellungstest das Allgemeinwissen eine große Rolle spielt.

Im Jahr 1914 wurde die JVA als Zuchthaus eröffnet. Zudem wurde uns erzählt, dass 1990 es zu einer Rebellion der Inhaftierten kam. Sie forderten eine Amnestie, wie sie im Rahmen der Wiedervereinigung in Gefängnissen der ehemaligen DDR gewährt worden war.

Die JVA wird bis heute noch modernisiert und erweitert.

Durch den Ausflug in die JVA Rheinbach wurde uns klar, dass die Inhaftierten ziemlich kreativ sind.

Einige Inhaftierte stellten aus einfachen Kleinigkeiten Gegenstände her, um eventuell andere zu verletzen oder auszubrechen. Allerdings nutzen einige ihre Kreativität, um Bilder zu malen. Die gemalten Kunstwerke kann man sogar erwerben.

Danach wurde uns gezeigt, wie die Besucher anfangs kontrolliert werden. Die sorgfältige Untersuchung soll verhindern, dass verbotene Gegenstände in das Gefängnis gebracht werden.

Inhaftierte mit Familien fällt es schwer vertrauenswürdigen Kontakt mit beispielsweise ihren Kinder aufrecht zu erhalten, daher erhöht sich die Mindestbesuchszeit für Minderjährige Kinder auf 4 Stunden im Monat. Der Besuch hat die Möglichkeit den Inhaftierten Ware im Wert von höchstens 20 Euro von einem Warenautomaten zu kaufen.

Jeder Inhaftierte erhält eine Zelle, in der er sich befindet, solange er nicht außerhalb beschäftigt ist.

Die Gesundheit der Inhaftierten steht an erster Stelle. Falls jemanden auffällt, dass ein Inhaftierter Suizidgefährdet ist, wird er in eine sichere Zelle gebracht. Dort wird er pausenlos beobachtet.

Es gibt Therapien, die Inhaftierte helfen sollen, ihre Einstellung zu ändern, wie beispielsweise bei der Drogen-Therapie.

Die Inhaftierte arbeiten und verdienen dafür auch Geld. Das Arbeiten soll vor allem dabei helfen, dass Inhaftierte nach der Entlassung resozialisiert werden.

Die Inhaftierte haben täglich 1 Freistunde, bei der sie sich unter Beobachtung außerhalb der Zelle befinden.

Die JVA Rheinbach bietet für die Inhaftierte einen großen Sportplatz und eine Sporthalle.

Zuletzt haben wir die Kirche betreten, bei der uns ein Priester vieles erzählt hatte. In der Kirche fühlen sich nicht nur Personen mit dem christlichen Glauben wohl, sondern alle anderen auch.

Beispielsweise wird dort jedes Jahr im Ramadan für Muslime, das Essen zur passenden Zeit zubereitet.

Dort wird nicht nur über Religion gesprochen, sondern auch über die Sorgen und Beichten der Inhaftierten. Viele öffnen sich dem Priester und bereuen ihre Tat. Der Priester hat Schweigepflicht und somit braucht sich niemand zu sorgen, dass das Gespräch weitergeleitet wird. Durch den Ausflug und vor allem einigen erzählten Fallbeispielen wissen viele aus dem Pädagogik-LK, dass nicht alle Inhaftierte bewusst „schlechte“ Taten gemacht haben.

Viele Inhaftierte wurden durch äußere Einflüsse wie beispielsweise der eigenen Familie stark psychisch belastet und so zur Unvernunft verleitet. Viele Inhaftierte tragen lebenslange Schäden aufgrund ihrer Vergangenheit mit sich und sind nicht fähig vernünftig zu handeln.

Der Ausflug hat uns geholfen einen Eindruck zu bekommen.

Durch den Ausflug in die JVA Rheinbach haben wir nicht nur über den schwierigen Beruf des Justizvollzugsbeamten gelernt, sondern auch über den Tagesablauf eines Inhaftierten und wie ein Mensch zu einer unvernünftigen Tat verleitet werden kann.

Wir bedanken uns bei der JVA Rheinbach, dass wir einen Einblick in die JVA werfen durften.

Diana Rabih (Pädagogik Leistungskurs Q2)

An der Marie-Kahle, da bin ich zu Haus…

Gepostet von am Feb 21, 2019 in Schulleben | Keine Kommentare

An der Marie-Kahle, da bin ich zu Haus…

Mit Besorgnis haben wir die Studie der Bertelsmann Stiftung gelesen und setzen ihr gerne entgegen: „An der Marie-Kahle, da bin ich zu Haus.“

Unsere Schüler*innen haben diesen Satz aus unserem Schullied mit eigenen Aussagen vervollständigt, sehen Sie selbst:

Seit je her arbeiten wir vorbeugend mit unseren Kindern und Jugendlichen, ein offenes Ohr für Sorgen unserer Schülerinnen und Schüler zu haben, ist uns hier wichtig. Wir, die Lehrerinnen und Lehrer, sind wichtige Ansprechpartner und dieser Funktion kommen wir gerne nach.

Auch die Schülerinnen und Schüler sind zentrale Mitwirkende an einem harmonischen Zusammenleben: jeder Mensch wird stark, wenn er andere stark macht. Dies ist eine grundlegende Erfahrung, die jeder Heranwachsende an dieser Schule macht.

Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen und gleichzeitig zu wissen, dass andere auch Verantwortung für mich übernehmen, macht das Zusammenleben in unserer Schulgemeinde aus.

Nach dem BuddY-Prinzip „Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander Lernen.“ gestalten sich viele Bereiche in der Schule und über diese Peer-Education gelangen wir zu einem Miteinander- so machen es die Streitschlichter, Sporthelfer, Bühnentechniker, Net-Piloten oder die Kiosk-Crew.

Wenn ich mich in einer Gruppe einbringe, wenn ich mich engagiere, dann fühle ich mich dort auch wohl, dann habe ich meine Ansprechpartner, an die ich mich auch in einer Notlage wenden kann.

Nach dem Motto der Studie „Fragt sie doch selbst!“ lassen wir auch an anderer Stelle gerne unsere Schüler*innen zu Wort kommen:

https://www.aktion-mensch.de/inklusion/bildung/beispiele/marie-kahle-gesamtschule.html

Die komplette Studie finden Sie unter: https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/Studie_WB_Children_s_Worlds_2019.pdf

Und wer den gesamten Schulsong hören möchte, darf ihn sich gerne herunter laden – viel Spaß!

Circus. Freiheit. Gleichschaltung.

Gepostet von am Feb 12, 2019 in Schulleben | Keine Kommentare

Circus. Freiheit. Gleichschaltung.

Am Dienstag 12.02.19 fand eine Szenische Lesung zum Thema „Circus. Freiheit. Gleichschaltung“ statt.

Dargestellt wurde die Geschichte der jüdischen Artistin Irene Bento, die sich im Circus Althoff verstecken und so den Holocaust überleben konnte. Durch artistische Einlagen und musikalische Untermalungen wurde Geschehenes lebendig vermittelt und Wege einer kritischen Erinnerungskultur aufgezeigt.


Kutlu Yurtseven von der Kölner Microphone Mafia schlug mit persönlichen und politischen Liedern zu den Themen Rassismus, Zivilcourage und Erinnerungskultur den Bogen in die Gegenwart und begeisterte die Schülerinnen und Schüler.

Im Anschluss an die Veranstaltung arbeiteten Schüler*innen der Jahrgangsstufe 1o in Workshops mit den Künstler*innen zum Thema und präsentierten diese ihren Mitschüler*innen.