Schüler*innen setzen Zeichen gegen Homo- und Transphobie

Schüler*innen setzen Zeichen gegen Homo- und Transphobie

Am Freitag, den 7.06.2019, wurde es farbenfroh auf dem Schulhof der Marie-Kahle-Gesamtschule. Unter dem Aufruf und der Organisation des Arbeitskreises (AK) „Vielfalt“ sammelten sich gegen Mittag ca. 200 Schüler*innen und Lehrer*innen ausgerüstet mit buntem Papier auf dem Schulhof und formierten sich als kunterbunte 3 Plus. Warum gerade als 3 Plus?

Mit ihrer Darstellung der 3 nehmen die an der Aktion teilnehmenden Schüler*innen Bezug auf Artikel 3 des Grundgesetzes. Hier heißt es: “Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Bereits bei einem im August letzten Jahres erfolgten Treffen mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender wiesen zwei unserer engagierten Schüler*innen der Q2, Sabrina Schruff und Eileen Wester, im konstruktiven Austausch darauf hin, dass Artikel 3, auch explizit homosexuelle und trans* Menschen unter Schutz stellen sollte.

Nachdem eine Reihe von Klassen das Thema in ihren Klassenräten diskutiert hatten, gab es von vielen Schüler*innen regen Zuspruch und ein großes Interesse daran, an der Fotoaktion mitzuwirken – wie man auf den farbenfrohen Produkten fabelhaft erkennen kann.

Zusätzlich zu der 3-Plus-Aktion hat der AK Vielfalt in Kooperation mit unserem AK Kultur einen Kurzfilm erstellt, in dem Vorurteile gegenüber Schwulen und Lesben auf amüsante Weise parodiert werden.

Als Projektschule des Landesprojektes „Schule der Vielfalt“ (siehe auch: www.schule-der-vielfalt.de) entschloss sich unser Arbeitskreis Vielfalt daraufhin zur Durchführung einer Fotoaktion auf dem Schulhof, um ein Zeichen zu setzen für Diversität und Solidarität – und gegen Homo- und Transphobie.