Schokolade aus dem Labor

Schokolade aus dem Labor

Am 16.Januar 2019 nahmen wir, die Klasse 8 d, in Begleitung von unserer Klassenlehrerin Frau Awan und der Schulbegleiterin Frau Kässler an einem 2-tägigen Workshop von der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg in St. Augustin teil, wo wir interessante Einblicke bekamen, wie man Schokolade herstellt. 

Zu Beginn des Workshops erzählte Herr Krause, der Leiter des Projekts, uns wissenswerte Fakten über den wichtigsten Inhaltsstoff unserer Schokolade, den Kakao. Anschließend konnten wir selbst ausprobieren, wie man Schokolade herstellt. Im ersten Arbeitsschritt des Tages sollten wir die flachen und unschönen Kakaobohnen aussortieren und die Masse danach wiegen.

Der nächste Schritt bestand darin, die aussortierten Bohnen in einem dafür vorgesehenen Röstgerät zu rösten. Durch das Rösten lässt sich die Schale leichter knacken und öffnen; so werden gewisse Aromen freigesetzt. Den folgenden Schritt empfanden wir als den anspruchsvollsten, denn er erforderte von uns handwerkliches Geschick und Durchhaltevermögen. Wir mussten die Bohnen per Hand schälen und das Innere der so wertvollen Frucht herausnehmen. Danach haben wir mit Hilfe eines Mörsers die geschälte Kakaobohne zu einer pulverigen Kakaomasse gemahlen. Der fünfte Schritt verlangte von uns mathematische Kenntnisse, denn man muss die Prozentanteile für Kakaobutter, Kakao, Zucker und Milchpulver berechnen. Schließlich werden die Zutaten abgewogen und für den folgenden Schritt, das Melangieren, in das Melangiergerät zusammengefügt. Dieser Schritt dauert etwa eine Stunde, in der man den Zucker in regelmäßigen Abständen nach und nach dazu schüttet. In einem Melangiergerät werden die Zutaten gleichmäßig gerührt und zu einer feinen Schokoladenmasse verarbeitet. Das eigentliche Melangieren dauert 6 Stunden.

Am zweiten Tag unseres Schokoladenprojekts ging es bei uns darum, die dem Melangiergerät entnommene flüssige Schokomasse in eine reine Tafel zu verwandeln. Dazu füllten wir die Schokomasse aus dem Melangiergerät in einen Topf, um sie dann im nächsten Schritt in einem mit Wasser befüllten Röstgerät zu temperieren. Dies war besonders anspruchsvoll, denn das Wasser musste zuerst 27 Grad warm sein und dann eine Temperatur von ungefähr 35 Grad erreichen. Hierbei mussten wir die Temperatur genau beobachten. Es folgte eine große Kleckerei, denn wir mussten die flüssige Masse in Formen umgießen.

Während unsere Schokolade abkühlte, machten wir mit Herrn Krause einen Rundgang durch die Fachhochschule, bei dem er uns verschiedene wissenschaftliche Labore und Werkstätten zeigte. Zum Abschluss verpackten wir die abgekühlten Schokoladentafeln liebevoll und in Alufolie, verteilten sie gerecht unter uns auf und nahmen sie zur Freude unserer Familien mit nach Hause.

Michel Brunhöber, 8d