Marie Kahle Schüler*innen gedenken am Volkstrauertag den Opfern der Kriege

Marie Kahle Schüler*innen gedenken am Volkstrauertag den Opfern der Kriege

„Wir haben hier noch keinen Krieg erleben müssen“, sagte Veronika Kossinski, Schülerin der Klasse 8a, zum offiziellen Gedenken der Stadt Bonn am Volkstrauertag.

„Aber in vielen Familien wird darüber gesprochen.  Wenn jemand in einer Familie im Krieg vermisst wurde und man weiß nicht, was mit ihm passiert ist, dann ist das eine Wunde in der Familie, die nicht heilt. Genauso erleben es die Familien, die aus ihrer Heimat vertrieben worden sind.  In jede weitere Generation wird diese Traurigkeit weitergegeben.  Eine Wunde, die nicht so leicht heilt“. Der Schüler Christian Krieger, erinnerte an die Opfer der Kriege unserer Tage: „In unserer Marie Kahle Gesamtschule haben wir jetzt auch in jeder Klasse Mädchen und Jungen, die flüchten mussten. Sie kommen aus Syrien, aus dem Irak und aus Afghanistan. Noch sprechen sie nicht von ihren Erlebnissen des Krieges, von der Flucht erzählen sie wenig. Sie wollen jetzt hier bei uns in Bonn ankommen, die  neue Sprache erlernen und neue Freunde finden.“

Tim-Florian Hildenbrandt beschrieb in seiner Rede sehr eindrücklich die Eindrücke der Fahrt  zum Soldatenfriedhof in Lommel/Belgien. Auf dem Soldatenfriedhof arbeiten regelmäßig Jugendliche aus 1

 

5 Nationen in dem Projekt des Volksbundes „Arbeit für den Frieden“ und „Versöhnung über den Gräbern“ ehrenamtlich in ihren Ferien.

 

Hier lernen Jugendliche aus der Vergangenheit wie wichtig ein friedlicher Umgang untereinander ist.“

Alicia Jacobs erinnerte in ihrem Beitrag an Marie Kahle, die in der NS Zeit Zivilcourage bewies und uns deshalb an der nach ihr benannten Gesamtschule ein Vorbild ist.