Inklusion kann keiner alleine…

Marie-Kahle-Gesamtschule, Europaschule und Sekundarschule wollen Inklusion gemeinsam realisieren.

 Inklusion kann keiner alleine – das liegt in der Natur der Sache. Es ist eine gemeinsame Aufgabe. Die Marie-Kahle-Gesamtschule in Bonn und die Europaschule Bornheim und die Sekundarschule Bornheim Merten (Rhein-Sieg-Kreis) haben am Dienstag, den 25.9.2012 eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Ihre Unterstützung sagten zu die Bezirksregierung Köln, vertreten durch die schulfachliche Aufsicht Dr. Heidi Scheffel, die Stadt Bonn, vertreten durch die Bonner Inklusionskoordinatorinnen Frau Agi und Frau Kißgen und die Stadt Bornheim, vertreten durch Herrn Harder.

Der gesamte Tag stand in den Schulen unter dem Zeichen der neuen gemeinsamen Aufgabe, Unterricht so zu optimieren, dass Kinder mit und ohne Behinderungen und in ihren verschiedensten Begabungen optimal gefördert werden und sich alle frei entfalten können. Hierzu haben sich die Schulen mit Frau Prof. Dr. Dr. Schöler eine hochkarätige Beratung für ihren ersten gemeinsamen Tag eingeladen.  Vormittags wurde der Unterricht in unserer Klasse im Gemeinsamen Unterricht hospitiert, nachmittags wurden die Ergebnisse ausgewertet und am Abend, ab 18 Uhr, läutete Frau Prof. Dr. Schöler mit ihrem Vortrag „GU – gut für alle“ die Kooperation ein.

Die Schulleiter der drei Kooperationsschulen, Astrid Geschwind für die neue gegründete Sekundarschule Bornheim, Christoph Becker für die Europaschule Bornheim und Sabine Kreutzer für die Marie-Kahle-Gesamtschule Bonn werden zunächst für drei Jahre regelmäßig den Austausch auf den drei Ebenen der Leitung, der Koordinatoren und der unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer einrichten – eine gemeinsame Aktion der Kinder in den drei Klassen ist auch geplant.

Der Tag war für alle Beteiligten ungemein spannend. Die Hospitationen, an denen die Elternvertreter von Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen und Mittendrin e.V., Frau Gerber und Frau Kirschbaum, ebenfalls teilnahmen, führten zu angeregten Diskussionen und vielen Ideen, die auch sehr kurzfristig umgesetzt werden können. Wir erfuhren von Seiten von Frau Prof. Schöler und den beteiligten Eltern ein hohes Maß an Bestätigung, mit unseren Lernarrangements auf dem richtigen Weg zu sein.

Bestätigt sahen wir uns auch in unserer gemeinsam vertretenen Sicht, dass Inklusion keine Angelegenheit ist, die in integrativen Lerngruppe als Inseln im Schulbetrieb betrieben werden kann. Vielmehr ist der in hohem Maß binnendifferenzierte Unterricht mit stets verschiedenen Lernarrangements für alle Kinder fruchtbar und führt zu mehr Freude und Erfolg beim Lernen.

Wir hatten die Gelegenheit, unser für dieses Jahr zur Umsetzung geplantes Vorhaben, eine flächendeckende Einführung der Planarbeit nach Dalton und die Einführung des 60 Minuten Rhythmus, allen Beteiligten vorzustellen. Auf diesem Weg gehen wir nach unserem gemeinsamen Tag bestätigt und motiviert weiter.

An dieser Stelle bedanken wir uns auch herzlich für die Unterstützung in „unserem“ Inklusionsprozess bei Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen e.V., besonders bei der Vorsitzenden Frau Gerber, und Mittendrin e.V.