Gedanken zum Volkstrauertag und Besuch des Soldatenfriedhofs Lommel in Belgien

Gedanken zum Volkstrauertag  und Besuch des Soldatenfriedhofs Lommel in Belgien

Seit einigen Jahren sind Schülerinnen und Schüler der Marie Kahle Gesamtschule an der offiziellen Gedenkfeier der Stadt Bonn zum Volkstrauertag auf dem Nordfriedhof beteiligt. In diesem Herbst ist die Vorbereitungsgruppe auf Einladung der Bundeswehr zum Soldatenfriedhof nach Lommel in Belgien gefahren.

Wir konnten uns so selbst einen Überblick über das Ausmaß des Ersten und Zweiten Weltkriegs machen. Dieser Friedhof erzählt die ganze Geschichte des Krieges: In Lommel liegen auf dem 16 Hektar großen Friedhof fast 40.000 Gefallene aus den beiden Weltkriegen. 13.000 von ihnen waren zunächst unbekannt. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge konnte bis heute fast 7.000 Schicksale nachträglich klären.
Foto.Lommel2
An einigen Gräbern wurden uns Einzelschicksale nahe gebracht. Bilder und Lebensdaten der Toten: sehr junge Kindersoldaten und auch ganz alte Männer, die zum Teil in den letzten Kriegstagen, als der Krieg schon verloren war, fielen. Jugendliche aus 15 Nationen halfen während ihrer „Friedensarbeit“ in vielen Jahren 5000 Bäume, Hecken und Heidekräuter auf dem Gräberfeld zu pflanzen. Die Gräber sind jetzt gepflegt und werden auch immer wieder besucht.

Sehr beeindruckt waren wir in der Jugendbegegnungsstätte des Friedhofs von der Begegnung mit einem 87jährigen jüdischen Zeitzeugen und Ausschwitz-Überlebenden, Ernst Verdun. Er hat uns über sein Überleben in verschiedenen Lagern berichtet. Seine Worte am Schluss seines Vortrages: „Krieg ist Wahnsinn“! Von diesem eindrücklichen Erlebnis in Belgien und ihren Gedanken dazu berichteten die Schüler Max Brachtendorf, Yannic Burtscher und Sebastian Grube während der großen Gedenkfeier am 16. November 2014.