Die Grünen Engel gewinnen den 2. Preis bei DACH 2010

Die Grünen Engel gewinnen den 2. Preis bei DACH 2010

Die „Grünen Engel“, eine ehrenamtliche Forschergruppe von Herrn Pfiester mit Unterstützung der studentischen Betreuerinnen Tanja Zerenner und Lotte Bierdel, haben am Freitag im Hauptgebäude der Universität im Rahmen der Fachtagung „DACH 2010“ einen Vortrag gehalten und mit ihrer Untersuchung „Wie klimafreundlich sind die Bonner Bürger?“ den 2. Preis gewonnen. Sie freuen sich nun auf einen gemeinsamen Besuch der Wetterstudios von RTL und Wetter.de in Köln.
http://meetings.copernicus.org/dach2010/schuelerwettbewerb.html

Die Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs hatten sich – vorwiegend in ihrer Mittagsfreizeit – zunächst gefragt, was es eigentlich bedeutet, sich klimafreundlich zu verhalten. Sie hatten daraufhin etwa am Beispiel Stromverbrauch herausgefunden, welche Haushaltsgeräte viel Strom verbrauchen. Auch die CO2 Emission verschiedener Kraftwagentypen wurde verglichen.

In vielen mittäglichen Ausflügen zum Bonner Marktplatz befragten sie daraufhin die Bonner Bürger, ob diese sich selbst für klimafreundlich halten. In weiteren Fragen wurde dann das Wissen der Bürger zu klimafreundlichem Verhalten getestet. Das Ergebnis war schockierend: während viele Bürgerinnen und Bürger sich durchaus für klimafreundlich halten, fahren sie doch viel zu viel zu große Autos, wissen nicht, dass ihr Plasma-Fernseher der größte Stromverbraucher im Haushalt ist und glauben auch, dass der Kauf einer Bio-Ananas gut für die Umwelt ist (was nicht stimmt: sie ist gut für die Gesundheit, aber nicht für das Klima).

In einem Interview mit Radio Bonn Rhein Sieg berichteten die Schülerinnen und Schüler, dass die Arbeit am Projekt durchaus auch ihr eigenes Verhalten verändert hat: sie lassen nun keine Geräte mehr im Standby-Modus laufen, denken daran, das Licht auszumachen und entscheiden sich sogar (nicht immer, aber immerhin) zuweilen gegen das Angebot der Eltern, von der Schule mit dem Auto abgeholt zu werden. Ganz „nebenher“ haben die Grünen Engel nun auch gelernt, Fragebögen zu erstellen, auszuwerten und die Ergebnisse graphisch darzustellen.

Herr Pfiester und die Grünen Engel haben das nächste Projekt bereits im Kopf: Wie kann man die Wissenlücken der Bonner Bürgerinnen und Bürger füllen und all denen, die sich klimafreundlich verhalten wollen, den richtigen Weg weisen? Sollten Sie also in Zukunft unseren Grünen Engeln in der Stadt begegnen, hören Sie ruhig hin!