Denkmalforscherinnen reisen nach Rothenburg ob der Tauber

Denkmalforscherinnen reisen nach Rothenburg ob der Tauber

Seit einem Jahr haben sich Amanda Urner und Renedi Kalambay aus der Klasse 6a in ihrer OLA-Gruppe ausschließlich mit den Denkmälern in Bonn Castell beschäftigt. Nun wurden die beiden Schülerinnen von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zu einem 3-tägigen Erfahrungsaustausch nach Rothenburg eingeladen (31.03.-02.04.2011). Im Rothenburger Tagungszentrum wurden Schulprojekte zum Thema „Denkmalschutz“ aus ganz Deutschland vorgestellt. Begleitet wurden sie von Frau Hans, die die OLA-Gruppe leitet.

Die OLA-Gruppe (insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler) der Marie-Kahle-Gesamtschule erkundet bereits seit Beginn des Schuljahres die Denkmäler in Bonn Castell. Gründlich erforscht wurden bisher das denkmalgeschützte Schulgebäude und andere Gebäude in der Graurheindorfer Straße, die Orgelbauwerkstatt Klais in der Kölnstraße und die Rheinischen Kliniken. Das bundesweit angelegte Projekt „denkmal aktiv“ wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefördert.

An zwei Tagen nahmen unsere Schülerinnen Renedi und Amanda, die zu den vier jüngsten Denkmalforschern gehörten, an verschiedenen Workshops – u.a. auch im Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim – teil.

Erfahrungsbericht zu den Workshops von Renedi Kalambay:

Der Steinmetz – Steinbearbeitung

Beim Steinmetz haben wir mit Stein (Sandstein) gearbeitet und Formen gemeißelt. Wir haben verschiedene Steinmetztechniken an einem großen Steinblock ausprobiert. Es war anstrengend, aber es hat Spaß gemacht, weil wir einen Steinmetzmeister dabei hatten. Wir haben auf einen großen Stein ein Herz aufgemalt und es dann mit Meißelwerkzeugen bearbeitet. Aber leider konnten wir den Stein nicht mitnehmen, weil der Stein ca. 5-6 kg wog und das war zu schwer.

Der Maler – Schablonieren

Das „Schablonieren“ war sehr spannend. Damals haben die alten Menschen selbst ihre Wandfarben hergestellt und mit Muster (Ornamenten) verziert. Wir haben Muster aus Kunststoff-Schablonen ausgeschnitten und sie mit den Grundfarben bearbeitet. Beim Schablonieren waren nur Mädchen (beim Steinmetz waren außer uns nur Jungen) und das war schön, weil wir uns untereinander ausgetauscht haben. Amanda und ich haben viele Leute kennengelernt und uns mit anderen Kindern angefreundet.

Welterbe im Museumskoffer (Tagungszentrum Rothenburg ob der Tauber)

Am zweiten Tag haben wir einen Erlebnis-Museumskoffer gestaltet. Das war super, denn im Koffer waren alte und antike Sachen aus einem Museum. Jede Person hat einen weiteren Gegenstand hinzugefügt und man musste erraten, was das für Dinge waren und von welcher Person sie stammen. Man musste auch erraten, wie alt diese Person war und ob es einer weiblichen oder einer männlichen Person gehörte. Amanda und ich haben der Leiterin des Workshops, Frau Johanna Tewes (Universität Paderborn,) ein Bild zu unserem Projektthema „Denkmäler in Bonn Castell“ für den Koffer gegeben, das unser denkmalgeschütztes Schulgebäude und die alten Gebäude unseres Schulstadtteils zeigt.

Auf jeden Fall waren es die besten drei Tage, die wir hatten, denn wir hatten Spaß und haben viel gelernt. Wir sind auch (glaube ich) selbstbewusster geworden, weil wir da (im großen Tagungsraum waren immer über 100 Menschen) das laute Sprechen lernen mussten. Wir haben neue Leute aus verschiedenen Schulen aus ganz Deutschland kennengelernt und uns richtig befreundet. Wir würden uns freuen, wenn wir soetwas nocheinmal mitmachen könnten.